ganz recht takeo! ohne lederhose, tuba und ganz wichtig ohne CSU pateibuch kommst du nach bayern gar nicht rein.
normalerweise bin ich kein freund von sinnfragen wie sie Takeo hier grade stellte aber hier muss man sagen hat er echt recht.
ich kenne ryans gründe nicht sich in die favela begeben zuwollen. mein gesunder menschenverstand sagt mir das es was mit neugier gepaart mit voyeurismus zutun hat. vielleicht aber auch die idee das man ja selber auch ein schwerer junge aus einem "sozialen brenpunkt" aus D und man sich sozusagen auf augenhöhe unter seines gleichen bewegt.
aber eigentlich geht mich der wahre grund nix an...
wenn du drauf stehst mach nur. umgebracht wirst du wohl nicht (nagel mich aber nicht drauf fest bitte). wenn du in eine favela kommst die vom CV, den ADA, dem TC oder TC puro und wie sie alle heissen kontrolliert wird wirst du wohl kaum abgeschlachtet. sowas lockt doch nur bullen an. ein toter gringo ist schlecht fürs geschäft. du wirst wahrscheinlich nur weg geschickt. mach dir aber eins klar. in rio interessiert es keine bullen ob du in einer favela ausgeraubt und verprügelt wurdest. die erste frage die man dir stellen wird: "was haben sie dort gemacht?" was sagst du denen dann? vielleicht hast du auch pech und der bulle ist so drauf wie es viele sind und fragt sich ob du vielleicht drogen kaufen wolltest. ohne portugiesisch wirds bestimmt lustig sich zu rechtfertigen. sagst du dann das die favela doch auch nur nur ein normales viertel ist? ein grund weniger dort hin zugehen. dein D, A oder CH pass kann einem auf der welt viele türen öffnen... oder er zeigt einem beamten das der da reich ist. zumindest reicher als ich! und schon hast du das nächste problem an der backe...
mein tipp wenn du ehrlich und wirklich das leben in der favela kennen lernen willst dann nutz mal die suchfunktion und suche nach den abenteuern von supergringo. ich bringe es mal auf den punkt. geh an die copa, schnapp dir eine nutte und freunde dich mit ihr an. so kommst du in die favela und auch wieder raus.
und wenn ryan oder sonst ein abenteuerlustiger das jetzt lesen und sich denken was wollen mir diese typen da erzählen dann muss man sich nur vor augen halten das es in Brasil jährlich 50000 (+/- 5000) mordopfer gibt. davon werden vermutlich 90% in favelas umgelgt. eine von mit kriegswaffen ausgestatteten, teilweise schwerst drogenabhängigen (und darum nicht ganz dicht in der birne) gangstern kontrollierte favela ist kein romatischer ferienort mit rustikalem scharm die man besichtigen kann wie einen menschenzoo! mir ist diese ganze debatte über favelatours sowieso ein dorn im auge. was soll das denn?
soziale not degradiert zum freilichtmuseum! das ist doch echt nix anderes als sich 1895 im zoo eine eingefangene eskimofamilie und ausgestopfte wilde mit knochen in den haaren anzusehen. das selbe nivaue! hauptsache das romatische klischee der 68ger und solcher dies gern währen von arbeitslosen brasilianern die trotz gewalt, fehlendem strom und korruption gern halbnackt tanzen und feieren. dass das die selben vorstellungen sind wie man sie seit der endeckung der südsee vom romatischen wilden hat die sich seit knapp 300 jahren halten schnallt kaum einer.



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